5. Blitz oder Stativ ?

5.1 Blitz

Die meißten Kameras besitzen einen integrierten Blitz. Das mag sich erstmal ganz cool anhören, ist es zum Teil auch, aaaber…

Genau, wie so oft gibt es ein Aber, in diesem Fall sogar ein ganz dickes Aber! Ganz dick, weil diese integrierten Blitze zwar zum aufhellen von Motiven durchaus brauchbar sind, allerdings nur wenn das Motiv welches aufgehellt werden soll, sich auch innerhalb der Reichweite des integrierten Blitzes befindet.
Diese Reichweite beträgt bei den integrierten Geräten meist nur ca. 3 Meter. Für größere Entfernungen ist der integrierte Blitz einfach zu schwach.
Das nächste Problem ist der sogenannte „Rote-Augen-Effekt“. Dieser Effekt tritt auf, wenn der Blitz wie eben in diesem Fall, fast achsengleich mit dem Objektiv montiert ist.
Durch die Reflektion des Blitzes durch die stark durchblutete rote Netzhaut des Auges, entsteht dieser Effekt.
Diesen Fehler kannst Du später zwar in der Bearbeitung ausbessern, es wäre jedoch besser, Du verhinderst ihn im vornherein.
Dies geht zum Teil mit der Blitzeinstellung „Reduzierung des Rote-Augen-Effekts“ (bei Nikon heißt das halt so), oder noch besser wäre, Du hast einen Aufsteckblitz und richtest diesen an die Decke.
Somit blitzt Du indirekt. Hier entsteht ein Effekt, der einer Deckenbeleuchtung ähnelt. Dein Motiv wird gleichmäßiger ausgeleuchtet und das Bild sieht natürlicher aus.
Sei Aber darauf vorbereitet, dass bei farbigen Wänden durchaus auch ein Farbstich entstehen kann.

Jetzt hast Du auch die ersten Grundlagen zum Thema Blitzen, hier gibt es vor allem mit Aufsteckblitzen und Blitzlichtanlagen so viel Stoff, dass dieser mindestens ein eigenes Buch füllen würde.
Kleiner Tipp: Wirf mal einen Blick ins Handbuch deiner Kamera, dort findest Du alle Beschreibungen zu den Blitzeinstellungen deiner Kamera, auch das kann dir schon ein gutes Stück weiter helfen.

5.2 Stativ

OK, wenn Du jetzt womöglich mit deiner eh schon schweren Ausrüstung unterwegs bist, ist so ein Stativ natürlich nochmal ein extra Gewicht, das man sich nur zu gern sparen würde, das verstehe ich durchaus.
Willst Du aber längere Belichtungszeiten verwenden, dann ist ein Stativ so gut wie unumgänglich.
Bei Landschaftsaufnahmen hilft dir das Stativ, weil Du bei niedriger ISO und kleiner Blende auch mal länger belichten musst. Wenn z.B. die Sonne untergeht, bekommst Du somit bessere, weil schärfere Bilder.
Mach bitte nicht den Fehler und kauf Dir ein zu minderwertiges Stativ. Jedes Stativ ist für ein bestimmtes Gewicht ausgelegt, also solltest Du dir eins besorgen, welches deine Kamera plus Objektiv locker tragen kann.

Langzeitbelichtung F8 – 8 S. – ISO 100 – 85 mm – Stativ

Die Kameras vibrieren beim Auslösen, oder die Halterung ist zu schwach um die Kamera und das Objektiv zu halten.
Am besten nimmst Du gleich eine Nummer größer, vor allem wenn Du vor hast mit Teleobjektiven zu arbeiten, weil diese meistens ein sehr hohes Eigengewicht mitbringen.

Premium Dreibeinstativ von Rollei (Bild: Rollei)

Ein wichtiger Teil deines Stativs ist der Stativkopf, auf dem Du deine Kamera befestigst. Es gibt Stative mit „Drei-Wege-Neiger“ welche mittels dreier Schrauben fixiert werden, dann gibt es welche ohne Kopf, hier musst Du dir halt dann einen Kopf extra kaufen, oder Du entscheidest dich für die aktuell beliebteste Variante, den Kugelkopf.
Den Kugelkopf arretierst Du mit nur einer Schraube, das ist einfach und vor allem praktisch.

Rollei Kugelkopf (Bild Rollei)

Ein weiterer Unterschied besteht bei Dreibeinstativen und Einbeinstativen. Das Dreibein ist hier die eindeutig stabilere und sicherere Lösung, die für Langzeitbelichtungen unbedingt nötig ist. Ein Einbeinstativ ist zwar beweglicher, allerdings längst nicht so stabil wie das Dreibein. Sobald die Belichtungszeiten etwas länger werden, wird es beim Einbein auch hier kritisch. Zusätzlich zum Stativ wäre es ratsam, einen Fernauslöser zu besitzen, so kannst Du Verwacklungen durch das betätigen des Auslösers vermeiden. Alternativ geht natürlich auch der Selbstauslöser deiner Kamera.
Als Einstieg in die Welt der Stative kann ich dir die Reisestative empfehlen. Diese sind kompakt, nicht zu schwer und vor allem relativ günstig. Übrigens gibt es diese auch schon als Carbon-Variante, welche dann noch leichter sind.

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